„Und jedem Anfang liegt ein Zauber inne“ Was Hesse über das Leben schreibt, könnte wir nicht besser auf jeden Morgen den wir beginnen ummünzen.

Ein neuer Tag, eine neue Chance, viele Möglichkeiten. Der Morgen verzaubert schon seit jeher die Menschen und birgt auch ein wenig Mystik in sich. Es gibt unzählige Sprichwörter, Zitate und Weisheiten rund um die ersten Stunden des Tages. Doch was macht ihn so besonders? Oder anders –  Wie können wir ihn für uns zu einem Momentum machen, welches uns für den ganzen Tag stärkt und beflügelt um voller Elan, Leichtigkeit und vor allem mit Freude den restlichen Tag zu erleben?

Das Stichwort ist: Routine! Routine bekommt in Verbindung mit dem Morgen eine neue Bedeutung und eine besondere Wertigkeit. Eine gute Morgenroutine wirkt nachweislich positiv auf den ganzen Tag. Es geht aber nicht darum, jeden Morgen auf die Snooze-Taste zu drücken, Instagram zu checken und sich den Kaffee zu machen. Eine Morgenroutine ist etwas Kraftvolles, das uns stimuliert, stärkt und uns mit uns selbst verbindet.

In meiner Recherche zu dem Thema wurde mir schnell bewusst, viele erfolgreiche Menschen haben für sich ebenfalls eine Morgenroutine etabliert und bezeichnen diese auch als „Gamechanger“ in Ihrem Leben. Da haben wir z.B.: Steve Jobs, Barack Obama, Arnold Schwarzenegger, Margaret Thachter, Laura Malina Seiler, Deepack Chopra u.v.m.

Es gibt viele Möglichkeiten wie du in den Tag starten kannst. Wichtig ist vor allem, dass sich deine Routine für dich rund anfühlt. Noch wichtiger: No Stress! Du musst jetzt nicht meditierend, im Kopfstand deine Zähneputzen, dabei noch in dein Dankbarkeitsbuch schreiben während dein Porridge schon am Herd kocht. Such für dich erstmals eine Sache aus oder füge deiner bisherigen Routine eine Kleinigkeit hinzu. Und im Nu spielt sich deine ganz persönliche Morgenroutine ein.

Ich möchte Dir einige Ideen geben, wie du in deinen Tag starten kannst.

  

1.) Früher aufstehen

Viele der erfolgreichsten Menschen haben alle eines gemein – Sie stehen alle früh auf. Sie nehmen den Spruch: „Morgenstund hat Gold im Mund“ wörtlich. Wenn du dir schwer tust mit dem Früh aufstehen, dann beginne auch hier langsam. Beginne erst mal mit 10 Minuten und steigere dich langsam. Die neu gewonnene Zeit kannst du zum lesen nutzen, um dir Zeit beim Frühstück zu nehmen oder einfach um 2-3 Yoga Übungen zu machen.

 

2.) Meditation / Entspannungsübung

Mediation ist so alt wie die Menschheit und dennoch erlebt sie derzeit einen großen Hype. Meditation, aus dem Lateinischen für nachdenken, überlegen, nachsinnen ist eine tolle Art in den Tag zu starten. Die Dauer und Art der Meditation ist reine Geschmacksache. Du kannst dich eine Minute bewusst auf deinen Atem konzentrieren, du kannst dich aber auch via App oder Podcast durch eine Meditation leiten lassen. Ob du nun eine Minute bewusst atmest oder 10 Minuten angeleitet meditierst spielt keine große Rolle. Probiere dich auch hier einfach aus.

Side Effekt: Das besondere bei der Meditation ist, dass sich dein Körper in der Meditation in einen Alpha Zustand (Gehirnfrequenz 14-8 Hz – Zustand kurz vor dem Einschlafen bzw. Aufwachen) begibt. In diesem Zustand regeneriert und entspannt der Körper. Aber auch kreative Prozesse und Visualisieren sind in diesem Zustand sehr gut möglich.

  

3.) Dankbarkeit

„Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind sondern die Dankbaren, die glücklich sind“

So wie die Meditation ist auch die „Dankbarkeitspraxis“ ein gern gesehener Gast bei der Morgenroutine. Dazu nimmst du dir einfach ein Blatt Papier, ein Notizbuch oder ein Journal und schreibst dir jeden Morgen z.B.: drei Dinge auf, worüber du sehr dankbar bist. Das kann von „Ich bin dankbar, dass ich so tolle Freunde habe“ über „Ich bin dankbar, für das gute Frühstück, dass auf mich wartet) alles sein.

Bewusste Dankbarkeit bringt den Shift vom Mangelbewusstsein in die Fülle. Mein 90-jähriger Nachbar hat es einmal sehr schön auf den Punkt gebracht: „Wenn man dankbar ist, gibt man dem Schlechten im Leben keinen Platz“

Versuch es!

 

4.) Offline

Neue Follower? Ein Mail vom Chef oder ein Kommentar auf deinem letzten Urlaubsfoto? Versuche dein Smartphone und deine Mails in deiner Morgenroutine einfach mal außen vor zu lassen. Schalte auf Flugzeugmodus und schenk DIR die Aufmerksamkeit. Wir sind den ganzen Tag so vielen Eindrücken und Informationen ausgesetzt. Diese Zeit am Morgen kann für dich eine Art „Digital Detox“

 

5.) Und zu guter Letzt „You gotta nourish to flourish“ – Das Frühstück.

Lade deine Speicher auf und starte mit einem tollen Frühstück in den Tag.

Sei auch hier kreativ und gönne deinem Gaumen auch ein bisschen Abwechslung.

z.B.: Porridge ist einer meiner Favoriten – Warum? Weil es kaum etwas gibt, was so vielseitig ist. Ob warm, kalt, süß, pikant – Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Es gibt unzählige Studien zum Thema Frühstück. In den meisten kommt ganz klar hervor, dass „Frühstücker“ eine höhere Konzentrationsfähigkeit am Vormittag vorweisen, sich fitter und vitaler fühlen aber auch leichter ihr Gewicht halten.

 Aus meiner Sicht, ist vor allem ein Mix aus komplexen, hochwertigen Kohlehydraten, Eiweiß und hochwertigen Fetten ein guter Start in den Tag.

Tipp: Bevor du frühstückst, empfehle ich dir ein Glas heißes Wasser zu trinken. In der ayurvedischen Medizin, spricht man auch von einer innerlichen Dusche um Stoffwechselgifte leichter auszuscheiden und den Kreislauf in Schwung zu bringen.

 Die erste Zeit nach dem Aufstehen, ist eine ganz besondere und kann uns, meiner Meinung nach, nachhaltig produktiver und entspannter machen.

In dieser schnelllebigen Zeit in der wir uns heute befinden, sind es kleine Impulse, die uns tagtäglich eine gewisse Ruhe geben dürfen. Eine Morgenroutine für sich zu etablieren, ist ein Prozess, bei dem du ganz achtsam mit dir sein darfst. Denn Achtsamkeit ist nichts anderes, wie eine besondere Form der Aufmerksamkeit.

 

Sei kreativ und entwickle deine ganz eigene „magische Zeit“ am Morgen.

 

Über Patricia  

Patricia begleitet das Thema Ernährung und gesunder Lebensstil schon ihr ganzes Leben lang.
Das Thema Achtsamkeit hat ihr einen neuen Blickwinkel auf Ihre Tätigkeit eröffnet, den sie in ihrer Arbeit und ihren Büchern einfließen lässt.
Sie sieht sich als Impulsgeberin um Menschen zu unterstützen auf ihren Weg (zurück) zu einem positiven Körpergefühl.
Ihre Vision ist es so viele Menschen wie möglich zu erreichen, den Schritt zu machen wieder auf ihre Intuition und ihr Bauchgefühl zu vertrauen.

 

Buchtipps:

Hal Elrod – Magical Morning

Patricia Schatzlmayr / Heidi Artmann – Mindful me – Achtsam durchs Jahr