Die Verival Vegan Challenge ist Geschichte! Einen ganzen Monat lang hat sich unsere Kollegin Annalena einem Selbsttest unterzogen und sich rein pflanzlich ernährt. Heute folgt der Abschlussbericht, in dem sie genau jene 8 Fragen beantwortet, die sie im ersten Beitrag zur Vegan Challenge aufgeworfen hat:

#1 Wie komme ich mit einer veganen Ernährungsweise zurecht?

Ich habe mich superschnell daran gewöhnt, mich rein pflanzlich zu ernähren und bin deshalb (bis auf kleine Ausnahmen, die zum Teil aus Unachtsamkeiten oder Gewöhnung entstanden sind) sehr gut damit zurechtgekommen.

#2 Kann ich mir vorstellen, mich längerfristig vegan zu ernähren?

Ich habe für mich den Entschluss gefasst, mich zwar nicht zu 100% vegan zu ernähren, aber dass alles, was ich mir zuhause selbst zubereite, vegan sein wird. Wenn ich aber zum Beispiel am Wochenende mal meine Großeltern besuche, werde ich zu Omas Kuchen ganz bestimmt nicht nein sagen. Auch, wenn ich sonst bei jemandem eingeladen bin oder es in Restaurants keine vegane Alternative gibt (die mir schmecken könnte), werde ich einfach – wie bisher – vegetarisch essen.

#3 Wie schwer fällt es mir, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten?

Eigentlich ist mir nur in den ersten paar Tagen aufgefallen, auf welche Lebensmittel ich nun verzichten „muss“, und da war eigentlich nur die Milch im Kaffee eine Umstellung für mich. Danach habe ich mich schon so daran gewöhnt, nur noch vegan einzukaufen und in Restaurants die veganen Speisen zu bestellen, dass es mir nicht mehr wie ein Verzicht vorkam. Eine Ausnahme ist hier natürlich der schon erwähnte Kuchen meiner Oma 😉

#4 Wie wirkt sich die Ernährungsumstellung auf mein (psychisches und physisches) Wohlbefinden aus?

Bis auf die Tatsache, dass ich Kaffee tatsächlich besser vertrage, wenn ich ihn schwarz oder mit Pflanzendrink trinke, ist mir in diesem Monat keine Veränderung aufgefallen, was mein körperliches und psychisches Wohlbefinden betrifft. Vielleicht muss man sich dafür auch länger vegan ernähren als nur für einen Monat.

#5 Wie reagiert mein Umfeld darauf?

Mein Umfeld hat sehr gut auf mein Experiment reagiert, was vermutlich daran liegt, dass ich schon sehr lange davon gesprochen habe, mich probeweise vegan ernähren zu wollen. Ein paar kritische Stimmen gab es natürlich trotzdem, aber auch die Zusatzinformation, dass die Challenge nur einen Monat dauern wird, hat wohl dazu beigetragen, dass diese Stimmen nicht allzu laut waren. Ob sich meine liebe Oma allerdings daran gewöhnt hätte, wage ich zu bezweifeln, da sie schon sehr bedrückt war, dass ich ihren Kuchen verweigert habe. 😉

#6 Werde ich mit Vorurteilen konfrontiert und wenn ja, mit welchen?

Das sind wohl die häufigsten Fragen und Aussagen, die ich in diesem Monat zu hören bekam – und meine Antworten darauf:

‚Achtest du jetzt spezieller auf eine ausgewogene Ernährung?‘ – Ja.
‚Da kannst du dann ja gar nichts mehr essen!‘ – Stimmt nicht, veganes Essen ist unglaublich vielseitig!
‚Aber das machst du jetzt nicht für immer, oder?‘ – Nicht zu 100%, aber doch zu einem großen Teil.
‚Mittlerweile gibt es eh schon für alles Ersatzprodukte, da ist es gar nicht mehr schwer, vegan zu leben.‘ – Das stimmt!

#7 Musste ich Ausnahmen machen oder konnte ich die Vegan Challenge „fehlerfrei“ durchziehen?

Tatsächlich sind mir ein paar Ausrutscher oder Beinahe-Ausrutscher passiert, was bei einer nicht-routinierten Veganerin wie mir wohl ganz normal ist. Zwei dieser Situationen könnt ihr im Zwischenbericht nachlesen. Je länger ich jetzt aber schon vegan lebe, desto mehr mache ich mir auch Gedanken darüber, welche für Zutaten in Produkten und Gerichten enthalten sind und ob sie daher vegan sind oder nicht.

#8 Welche Rolle spielen Ersatzprodukte für mich?

Ersatzprodukte für Milch und Joghurt sind enorm wichtig für mich, weil ich (wie könnte ich auch anders!) total gerne Müsli und Overnight Oats frühstücke – Ersteres am liebsten mit einem Joghurtalternative wie Soja- oder Kokosjoghurt, Zweiteres gerne mit Soja- oder Cashewdrink anstelle von Kuhmilch. Ansonsten habe ich auf Ersatzprodukte weitestgehend verzichtet, z.B. habe ich Käse fast vollkommen weggelassen, was mir leichter gefallen ist als gedacht. Allerdings möchte ich mich in Zukunft schon noch gerne durch die verschiedenen veganen Käsesorten durchprobieren.“

Falls ihr noch weitere Fragen an uns oder Annalena habt, schreibt uns gerne auf Facebook oder direkt hier am Blog!