Julian Riess im Guten Morgen-Gespräch

Von Biomanufaktur zu Emaillemanufaktur: Guten Morgen, Julian Riess!

Die Firma RIESS stellt seit 1922 Emaille-Geschirr in Handarbeit her. Die vielfältigen Töpfe und Schüsseln verbreiten in der Küche und am Frühstückstisch gute Laune. Wir haben mit Julian Riess über das traditionsreiche Geschirr und sein liebstes Frühstücksrezept gesprochen. von Sarah

Lieber Julian, was ist eigentlich Emaille?

Emaille ist ganz einfach Glas auf Eisen im Brennofen bei 850°C miteinander verschmolzen. Durch die Verbindung dieser beiden natürlichen Werkstoffe entstehen viele positiven Eigenschaften. So speichert der Eisenkern die Wärme optimal und ist für Induktion geeignet, die Glasoberfläche ist schnittfest, bakterienhemmend und leicht zu reinigen, und sie bewahrt perfekt die Aromen der Zutaten. Emaille ist außerdem auch für Nickelallergiker geeignet.

Wie viel Handarbeit steckt in dem Geschirr aus eurer Emaillemanufaktur?

Unser Geschirr ist Stück für Stück von Hand gearbeitet. In einem Emailletopf stecken je nach Produkt bis zu 40 manuelle Arbeitsschritte wie etwas das Ausschneiden des Metalls, das Tiefziehen in die gewünschte Form, das Anbringen der Griffe, das Tunken in die flüssige Glasmasse, den Emaille-Schlicker, dem Aufbringen des Siegels, das Brennen im Ofen bis zum Verpacken der Ware. Stolz sind wir auch darauf, dass wir mit eigener Wasserkraft umweltschonend produzieren. Ein Besuch unserer Manufaktur ist ein Erlebnis, weshalb wir gerne und oft von interessierten Gruppen besucht werden.

Ist Riess-Geschirr in erster Linie zum Kochen geeignet oder z.B. auch für den Frühstückstisch?

Unser Geschirr eignet sich zum Kochen, Braten und zum Backen. Es ist aber auch perfekt zum Aufbewahren der Speisen und zum Servieren direkt vom Herd auf den Tisch geeignet. Natürlich passt RIESS auch für den Frühstückstisch, etwa zum Zubereiten von Porridge oder zum Mischen von unterschiedlichen Müslis in unseren Schüsseln – am beliebtesten sind derzeit die klassischen Pastellfarben.

Von trendy pastellig über klassisch bis zu einer bunten Sarah Wiener Edition, wie entstehen die vielfältigen Riess-Designs?

Unsere Classic Linie ist bereits in den 50er und 60er Jahren entstanden und ist immer noch beliebt. Fast jedes Jahr gibt es auch neue Designs und Dekors. Gerne arbeiten wir bei der Entwicklung auch mit Designern zusammen, in den 70er Jahren etwa mit Carl Auböck und seit 2008 mit dem Designbüro dottings, die für uns bereits drei Linien entworfen haben – die Topfserie „Aromapots“ und die Aufbewahrungsdosen „Kitchenmanagement“ für die es auch Designpreise gab. Unsere letzte Kooperation war mit Sarah Wiener, woraus die zweifarbigen Backformen „RIESS EDITION Sarah Wiener“ entstanden. Unsere letzte Neuheit ist RIESS DIRNDL – Emaillegeschirr im klassischen Blaudruck. Die Schüsseln und Milchtöpfe in Pünktchenblau eignen sich übrigens auch perfekt für einen Gute-Laune Frühstückstisch in der Stadt.

Vor kurzem ist ein Kochbuch rund ums Kochen in euren Töpfen erschienen. Verratet ihr uns ein Frühstücksrezept daraus?

Du meinst das Kochbuch Einer für alles von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner, das ich im Brandstätter Verlag herausgegeben habe? Da es je nach Jahreszeit variiert werden kann, ist mein Lieblingsrezept das Dörrfrüchte-Porridge mit Kastanienhonig.

(Zur Ansicht auf das Rezeptbild klicken)

aus "Einer für alles" © Thomas Apolt/Brandstätter Verlag

aus “Einer für alles” © Thomas Apolt/Brandstätter Verlag

 

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