Julia Waldhart mit Tablett

Im Guten Morgen Gespräch mit Autorin Julia Waldhart

Womit sie sogar einen Morgenmuffel zum Frühstücken bringt, wie sie ihr warmes Frühstück während dem Zähneputzen vorbereitet und warum sie es mit der Disziplin trotzdem nicht übertreiben will, verrät uns Julia Waldhart im Interview. von Lisa Balzer

Wir haben uns mit Julia Waldhart in der Verival Frühstückslounge im Tasties zum Guten Morgen Gespräch getroffen und über ihr neues Buch „Mein gesundes, warmes Wohlfühl-Frühstück“ geplaudert, das soeben im Löwenzahn-Verlag erschienen ist. Von Birnen-Walnuss Porridge, über Erdnuss-Bananen Brownies bis hin zu saftigen Kräuterpuffern: Mit 70 süßen und pikanten warmen Rezeptideen, die sich ganz einfach und in kürzester Zeit zubereiten lassen, sorgt sie garantiert für willkommene Abwechslung am Frühstückstisch.

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Was bedeutet das Frühstück für dich?

Ganz abgesehen vom Ernährungsaspekt ist das Frühstück für mich ein Fixpunkt in der Früh – eine Art Morgenritual. So kann ich in Ruhe wach werden und gehe nicht direkt vom Bett in die Arbeit. Das wäre mir zu stressig.

Und warum schwörst du auf einen warmen Start in den Tag?

Warmes Frühstück hinterlässt nicht nur ein angenehmes Wohlbefinden im Bauch, sondern nimmt dem Körper auch Arbeit ab, weil er die Nahrung, die wir zu uns nehmen, nicht erst auf Körpertemperatur bringen muss. So bleibt uns mehr Energie für den Tag übrig.

Frühstückst du auch im Sommer warm?

Ja, ich greife wirklich sooft es geht zu warmem Frühstück. Je nach Jahreszeit variiere ich aber gern: Im Sommer mag ich gerne Rezepte mit frischen Früchten. Im Winter sind Speisen mit wärmenden Gewürzen super. Die Abwechslung ist sehr wichtig. Genau aus diesem Grund habe ich das Buch herausgebracht. Es ist eine Ideensammlung und soll inspirieren. Ich wünsche mir, dass die Leser sich nicht strikt an die Rezepte halten, sondern in alle Richtungen ausweichen und Neues ausprobieren. Hauptsache, es wird nie langweilig!

Du sagst selbst von dir, dass du eine Langschläferin bist. Wie schaffst du es, trotzdem jeden Tag ein warmes Frühstück auf den Tisch zu bringen?

Es ist ein Irrglaube, dass man besonders viel Zeit für die Vorbereitung von warmem Frühstück braucht. In meinem Buch stelle ich zum Beispiel zehn Quickie-Rezepte vor, die in nur wenigen Minuten fertig sind. Da gibt es echt keine Ausrede. Die Vorbereitung lässt sich auch super zwischendurch integrieren. Ich wärme mir das Wasser für mein Porridge oder eine Frühstückssuppe immer schnell im Wasserkocher während ich mir die Zähne putze. So verliere ich gar keine Zeit!

Welchen Tipp würdest du einem richtigen Morgenmuffel geben?

Wenn in der Früh wirklich gar nichts geht, empfehle ich, die Speisen schon am Vorabend vorzubereiten. Dann müssen sie in der Früh wirklich nur noch schnell aufgewärmt werden. Wenn so ein inkonsequenter, chaotischer Mensch wie ich das schafft, dann schafft es jeder! Es ist einfach nur Gewöhnungssache!

Aber die Macht der Gewohnheit lässt sich meistens nur mit viel Disziplin ändern…

Ja, das stimmt schon. Man muss umdenken und sich darauf einlassen. Aber ich finde es auch schade, wenn man es mit der Disziplin übertreibt. Man isst ja schließlich auch für die Seele. Der Genuss soll immer im Vordergrund stehen. Ich rate niemanden, einen Smoothie und ein Vollkornbrot zu frühstücken, nur weil es gesund ist. Das ist nicht Sinn der Sache und so wird man auch nicht lange durchhalten können. Das Geheimnis ist, Alternativen zu finden, die einem wirklich schmecken. Dann bleibt man automatisch dabei.

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